Schülerinnen und Schüler der Eugen-Kaiser-Schule setzen Zeichen gegen Rassismus
Fünf Jahre nach dem rassistischen Attentat vom 19. Februar 2020 setzen sich Schülerinnen und Schüler der Eugen-Kaiser-Schule Hanau im Rahmen eines Schulprojekts intensiv mit den Ereignissen, ihren Folgen und der Bedeutung von Erinnerungsarbeit auseinander.
In der vergangenen Woche besuchte die Lerngruppe die Initiative 19. Februar Hanau, die von Angehörigen und Unterstützern der Opfer getragen wird. Dort erhielten die Jugendlichen umfassende Informationen zum Tathergang, zu den gesellschaftlichen Hintergründen sowie zu den anhaltenden Forderungen der Betroffenen nach Aufklärung, Gerechtigkeit und Konsequenzen. Im Anschluss besuchten sie eine Gedenkstätte, die an die neun aus rassistischen Motiven ermordeten Menschen erinnert.
Der Besuch hinterließ bei vielen Schülerinnen und Schülern einen bleibenden Eindruck. Besonders die persönlichen Berichte und die Perspektive der Angehörigen machten deutlich, dass der Anschlag nicht nur ein historisches Ereignis ist, sondern bis heute nachwirkt.
Das Projekt ist Teil der schulischen Auseinandersetzung mit Themen wie Rassismus, Demokratie und Verantwortung. Ziel sei es, so betonen die Lehrkräfte, junge Menschen für menschenfeindliche Ideologien zu sensibilisieren und sie zu ermutigen, Haltung zu zeigen. Erinnern bedeute nicht nur Gedenken, sondern auch aktives Handeln im Alltag.
Mit ihrem Projekt wollen die Schülerinnen und Schüler ein klares Zeichen setzen: gegen Rassismus, gegen Ausgrenzung und für ein solidarisches Miteinander. Die Erinnerung an den 19. Februar 2020 verstehen sie als Auftrag, Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft zu übernehmen.
Erfolgreicher Abschluss an der Eugen-Kaiser-Schule: Abschluss- und Meisterfeier im Garten- und Landschaftsbau
Hanau, 1. Oktober 2025 – Mit einer feierlichen Veranstaltung in der Aula der Eugen-Kaiser-Schule wurde der Abschlussjahrgang der Fachschule für Garten- und Landschaftsbau geehrt. Insgesamt 22 Absolventinnen und Absolventen konnten sich über ihre Abschlusszeugnisse als Staatlich geprüfte Wirtschafter sowie über Meisterbriefe im Garten- und Landschaftsbau freuen.
Die Feier wurde musikalisch von der Schulband der Eugen-Kaiser-Schule umrahmt und von Florian Pokoj, Abteilungsleiter der Fachschule, eröffnet. In seiner Ansprache würdigte er die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen, die in den vergangenen Monaten großen Einsatz, Ausdauer und Durchhaltevermögen bewiesen haben.
In ihren Grußworten betonten Christian Heinemann, Fachgebietsleiter der Zuständigen Stelle für Berufsbildung beim Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), und Karsten Hain, Präsident des Fachverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V., die zentrale Rolle des Garten- und Landschaftsbaus bei der Bewältigung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen. Themen wie Klimawandel, Nachhaltigkeit und lebenswerte Städte seien eng mit der Arbeit der Branche verbunden. Beide hoben hervor, dass die neuen Meisterinnen und Meister mit ihrem Fachwissen und Verantwortungsbewusstsein dazu beitragen, praxisnahe Lösungen für diese Zukunftsaufgaben zu gestalten.
Bei einem geselligen Ausklang in angenehmer Atmosphäre fand die Feier einen würdigen Abschluss.

Eugen-Kaiser-Schule Hanau als Umweltschule ausgezeichnet – Schülerinnen und Schüler setzen auf Nachhaltigkeit
Die Eugen-Kaiser-Schule (EKS) in Hanau wurde am 26.09.2025 zusammen mit vielen weiteren süd- und mittelhessischen Schulen zur Umweltschule ausgezeichnet. An den beiden Standorten in Klein-Auheim und Hanau/ Lortzingstraße engagieren sich die Schülerinnen und Schüler aktiv für das Thema Nachhaltigkeit. Mehrere Pilotprojekte in den Jahren 2023 bis 2025 führten schließlich zur Auszeichnung, um die sich beworben wurde. Neben Müllsammelaktionen (u.a. Teilnahme am Projekttag „Sauberhaftes Hessen“), die sich in Zukunft noch stärker an den Standorten etablieren sollen, fanden zwei Pilotprojekte zur Mülltrennung im Klassenraum statt. Die Fachpraktikerinnen Hauswirtschaft drehten zum Thema z.B. einen Erklärfilm, gestalteten ein Schaufenster und präsentierten ihre Ergebnisse spielerisch beim Tag der offenen Tür. Es konnten probehalber erste Eimersysteme zur Mülltrennung eingeführt werden, die nun von der gesamten Schulgemeinde genutzt werden und nach und nach ergänzt werden.
Ein besonderes Highlight sind aber zwei Projekte zur nachhaltigen Nutzung von Textilien. Defekte Schulwäsche (u.a. Küchenkleidung) wurde gesammelt, von den Fachpraktikerinnen repariert und wieder in den Schulalltag integriert. Aus alten Jeanshosen entstanden im Lernfeldunterricht kreative Mäppchen und Schlüsselbänder – ein anschauliches Beispiel, wie aus „alt“ Neues entstehen kann. Die Projekte werden ins Curriculum aufgenommen, sodass Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen fester Bestandteil des Schullebens werden.

Abschlüsse feiern, Zukunft gestalten: Ein Rück- und Ausblick der InteA-Klassen an der Eugen-Kaiser-Schule

Hanau, 1.September 2025 – Mit dem Start ins Schuljahr 2025/26 heißt die Eugen-Kaiser-Schule erneut viele neue Gesichter in ihren InteA-Klassen willkommen. Insgesamt 68 Schülerinnen und Schüler nehmen in diesem Jahr an der InteA-Sprachfördermaßnahme teil – darunter zahlreiche Neuzugänge sowie Lernende im zweiten Lernjahr. Für 39 von ihnen wird das kommende Jahr besonders spannend: Sie bereiten sich intensiv auf ihre B1-Prüfungen sowie externe Haupt- und Realschulabschlussprüfungen vor. Die Lehrkräfte der Schule setzen alles daran, die Prüfungskandidatinnen und -kandidaten bestmöglich zu begleiten und ihnen das notwendige Wissen und Können mitzugeben.
Bevor jedoch der Blick nach vorn gerichtet wird, stand im Juli eine ganz besondere Feier im Mittelpunkt: die Abschlussfeier der InteA-Klassen, die zahlreiche emotionale Momente bereithielt.
Mit bewegenden Worten, stolzen Blicken und musikalischen Höhepunkten verabschiedete die Eugen-Kaiser-Schule am 4. Juli 2025 insgesamt 35 Schülerinnen und Schüler aus den InteA-Klassen InteA1, InteA2 und InteA3. In der feierlich geschmückten Aula wurden die Absolventinnen und Absolventen im Beisein der Schulleiterin Kirsten Weinem und der Abteilungsleiterin Ursula Old-Franco geehrt. Sieben der Jugendlichen erreichten den Hauptschulabschluss, drei sogar den Realschulabschluss. Viele konnten außerdem ein B1-Zertifikat in Deutsch mitnehmen – ein bedeutender Meilenstein auf ihrem Bildungsweg.
Ein besonderer Moment der Feier war das Konzert des außergewöhnlich talentierten Oleksandr Vikhrov. Der junge Musiker aus der Ukraine hat in den vergangenen zwei Jahren nicht nur intensiv Deutsch gelernt, sondern gleichzeitig an einem Fernstudium zum Komponisten in seinem Heimatland teilgenommen. Nun wird er seine musikalische Ausbildung an einem Konservatorium in der Schweiz fortsetzen. Sein Auftritt rührte viele Gäste und zeigte eindrucksvoll, welche Potenziale in den InteA-Klassen schlummern.
Auch Elif Yilmaz wurde für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet. Sie überzeugte mit dem besten Realschulabschluss des Jahrgangs und wird ihren Weg am beruflichen Gymnasium der Kaufmännischen Schule Hanau fortsetzen. Viele weitere Absolventinnen und Absolventen starten bereits in eine Ausbildung – ein großer Erfolg, der ohne ihre Ausdauer, ihren Mut und die engagierte Unterstützung der Lehrkräfte kaum möglich gewesen wäre.
Durch das Programm führte die mit großem Herz und persönlichem Engagement arbeitende Koordinatorin Jennifer Kahle. In ihrer emotionalen Rede erinnerte sie daran, dass InteA für viele Schülerinnen und Schüler mehr gewesen sei als ein Lernort, nämlich ein Zuhause, eine zweite Familie. „Ihr habt euch nicht nur Wissen angeeignet, ihr habt Wurzeln geschlagen“, betonte sie. Die Rede wurde mit viel Applaus bedacht und zeigte, wie tief die Verbindungen gewachsen sind, die über das Klassenzimmer hinausreichen.
Insgesamt vier InteA-Klassen bleiben der Schule im kommenden Schuljahr erhalten. Die Lehrkräfte blicken gespannt auf deren Entwicklung. Doch der Tag gehörte den Abgängerinnen und Abgängern, die voller Stolz und Hoffnung in eine neue Zukunft aufbrechen. „Ihr habt gelernt, gehofft, gekämpft und gesiegt“, so Kahle abschließend. „Wir sind unendlich stolz auf euch. Geht euren Weg – mutig, selbstbewusst und stark.“
Die Eugen-Kaiser-Schule verabschiedete sich mit Musik, Applaus, Blumen und einem Versprechen: Die Türen stehen immer offen für ein Wiedersehen.
Erfolgreiche Müllsammelaktion in der Nachbarschaft
In den letzten Tagen haben Schülerinnen und Schüler der Eugen-Kaiser-Schule aktiv Müll in ihrer Umgebung gesammelt. Mit Handschuhen, Greifzangen und Müllsäcken ausgestattet, waren mehrere Gruppen rund um das Schulgelände und in der Nachbarschaft unterwegs.
Die Aktion war ein voller Erfolg: Zahlreiche Säcke mit Abfall konnten eingesammelt werden, und viele Anwohnerinnen und Anwohner nutzten die Gelegenheit, sich für das Engagement der Jugendlichen zu bedanken.
Dabei wurde den Schülerinnen und Schülern deutlich, wie viel Müll tatsächlich herumliegt und, dass das Umfeld durch achtlos weggeworfene Abfälle stark belastet wird. Viele berichteten, dass sie durch diese Erfahrung nachdenklich geworden sind und nun bewusster mit der Umgebung umgehen wollen.
„Es war schon erschreckend zu sehen, wie viel Müll überall liegt“, erzählte eine Schülerin. „Aber es hat auch Spaß gemacht, gemeinsam etwas zu bewegen.“ Ähnliche Stimmen hörte man von mehreren Jugendlichen und das zeigte: Die Aktion war nicht nur ein Aufräumen, sondern auch eine Erfahrung, die zum Nachdenken angeregt hat.