Fotografie der 20er Jahre

Fachoberschule Gestaltung

Projektleitung: Graphik-Designer Peter Wolf

Klasse: 12FOG3 

Der Einfluss der Fotografie in die moderne Kunst ist nicht zu unterschätzen. Die Befrei­ung der Künstler*innen von der konkreten Abbildung galt als Entfesselung der Kunst.

Die Fotografie erfuhr ihren enormen Aufschwung durch die 1924 in Serie gegangene erste Kleinbildkamera der Fa. Leica, Wetzlar. Es wurde Rollfilm aus der ebenfalls noch jungen Filmindustrie verwendet. Das bis heute noch gültige Kleinbildformat (heute auch Vollformat genannt) 36 x 24 mm war geboren.

Bis dahin war man mit schweren, großen Plattenkameras unterwegs, die immer nur eine Aufnahme pro Platte zuließen. Danach musste in der Dunkelkammer wieder eine neue Platte eingelegt werden.

Die kleine, leichte Kleinbildkamera konnte einfach zu Ausflügen und Reisen mitgenommen werden. Die Entwicklung von der statischen, unhandlichen »Studio«-Kamera zur kompakten Reise- und Reportagekamera hatte enormen Einfluss auf die Fotografie der 20er Jahre.

Die Schüler*innen beschäftigten sich im Vorfeld im Unterricht mit zwei ineinander verwobenen Strömungen: 1. Russische Konstruktivisten, 2. Bauhaus Weimar/Dessau.

Fotografie der Revolution

Die russische Revolution 1917 führte für viele Künstler*innen zur völligen Abkehr von der akademischen Kunst. Das damals noch neue Medium Fotografie war bestens dazu geeignet die Kunst »neu zu erfinden«. Geprägt von der Idee eine neue Kunst und nichts weniger als einen neuen Menschen zu prägen, sind diese Künstler*innen aufgebrochen in eine neue Zeit, in der alles möglich schien.
So hat die Moderne die Fotografie zu sich selbst gebracht und selbstbewusst gemacht. In den 1920er Jahren erkannte die Fotografie ihre eigenen Möglichkeiten und Qualitäten, und entwickelte ein forschendes Sehen der Welt, ein Erkunden aus den unterschiedlichsten Perspektiven, direkt, klar, von oben, unten, hinten, vorne, aber ohne die Verweise auf den Fundus der Kunstgeschichte. Der russische Konstruktivismus ist wesentlicher Teil dieses großen Wandels.

Fotografie am Bauhaus

Walter Gropius, Gründer und erster Direktor der Bauhaus Schule verfügte schon damals über heute sehr gefragte Kompetenzen: Netzwerk- und Medienkompetenz. Kein Wunder also, dass er die Fotografie am Bauhaus förderte. Als künstlerische, dokumentarische und werberelevante Disziplin wurde sie von den unterschiedlichsten Künstler*innen am Bauhaus ausgeführt. Auffallend dabei ist der erfreulich hohe Anteil an Künstlerinnen.

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Wichtiger Teil des Projektes war der begleitende Besuch im Frankfurter Städel Museum zum Thema Fotografie.

Die jährliche Studienfahrt zum Bauhaus nach Dessau konnte hervorragend zur Bearbeitung des Projekts genutzt werden.

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